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Genau 100 Teilnehmer konnte der Wilhelm-Busch-Heimatverein zu seiner Dorfrallye am Freitag, dem 3. Juni am Lüthorster Pfarrhaus begrüßen. Eine Zahl, die von den Organisatoren zwar erhofft, aber doch nicht unbedingt erwartet wurde, zumal die Wetterprognosen zumindest gegen Abend doch nicht gerade zum draußen verweilen einluden.
Umso erfreuter war man über die Resonanz, die der Veranstaltung nicht nur aus Lüthorst, sondern auch durch auswärtige Gäste, insbesondere ist hier das nachbarschaftliche Portenhagen zu erwähnen, entgegengebracht wurde. Die Idee, zu versuchen mit einer solchen Veranstaltung nicht nur interessante familienfreundliche Abwechslung für einen Sommerabend zu bieten, sondern auch vielen damit das Dorf etwas näher zu bringen, war zweifellos auf fruchtbaren Boden gefallen. Offensichtlich fieberten viele schon dem Beginn der Rallye entgegen, denn bereits am frühen Nachmittag, als zunächst nur Streckenpfeile angebracht waren und noch keine Details über die zu lösenden Aufgaben bekannt waren, hatten sich einige auf den Weg gemacht um möglichst schon im Vorfeld richtige Antworten zu finden.
Kurz vor 18 Uhr trafen dann am Pfarrhaus Teilnehmer ein. Familien, Stammtisch- und Vereinsgruppen, Nachbarschaften und auch Einzelstarter, die sich später einem Team anschlossen, hatten sich eingefunden. Alle Generationen waren vertreten und so meldeten sich 21 Teams mit insgesamt 100 Teilnehmern an. Es waren aber auch Einwohner zu begrüßen, die nicht mehr so gut "zu Fuß sind" und die die "Stellung vor Ort hielten" um eben mit dabei zu sein. Durch vier Startpunkte , die jeweils durch Los gewählt wurden, war sichergestellt, dass sich die Teams unmittelbar nach dem Start in verschiedene Richtungen begeben mussten um an den ausgewiesenen Stationen Aufgaben zu lösen. Bemerkenswert waren die von den Teilnehmern zum Teil getroffenen Vorbereitungen. So zählten mit zur Ausrüstung u.a. Fachbücher über diverse Themen, Zollstock und Handy, um notfalls einen "Telefonjoker" anrufen zu können. Absoluter "Härtefall" beim Ermitteln des Umfanges der Eiche im Bereich der Lüthorster Schule war außer der Verwendung des Hosengurtes und der Spannweite der Ehefrau, ein 1,50 Meter großes Kind, das als Maß waagerecht in 1,50 Meter Höhe um die Eiche "gebogen" wurde. Bei der Festlegung der Höhe des Lüthorster Kirchturms wendete ein Teilnehmer ein Verfahren an, wie sie seinerzeit von den Naturvölkern genutzt wurde, als es noch keine technischen Messgeräte gab. Selbst das Internet wurde als Informationsquelle in Anspruch genommen, wie zu erfahren war.
Mit großer Begeisterung traf man sich abschließend wieder am Pfarrhaus, wo für das leibliche Wohl durch den Lüthorster Schützenverein mit großem Engagement gesorgt war. Für die "Kleinen" hielten die Organisatoren u.a. Süßigkeiten, die kostenlos ausgegeben wurden, bereit. Die allgemeine Begeisterung der Teams zeigte sich in den Antworten. So wurde z.B. eine Frage nach der Anzahl von Bäumen ergänzt um die Art der Bäume einschl. der lateinischen Bezeichnungen. Ein Pferd, dessen Gewicht zu schätzen war, wurde namentlich erwähnt und auch dessen Besitzer genannt.
Voller Erwartung fieberte man der Preisverteilung entgegen und diskutierte mit anderen Teams die abgegebenen Lösungen auf ihre Richtigkeit. Bedauerlicherweise erfolgte die Auswertung der Teilnahmebögen nicht so zügig wie geplant; - die Situation und der damit verbundene Aufwand ist offensichtlich nicht richtig bedacht worden. Da sich abzeichnete, dass das Wetter, wie vorhergesagt, nun doch recht schnell umschlagen würde, zogen es einige Teilnehmer verständlicherweise vor, nicht mehr zu warten und den Heimweg anzutreten, während die anderen bis zur Preisverteilung, die dann auch von dem angekündigten großen Regen überschattet wurde, ausharrten.